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Die verliebte Elfenkönigin

Die verliebte Elfenkönigin

Die verliebte Elfenkönigin und der Zauberer
ein Märchen v. Petra Maria Scheid

Es war einmal ein Zauberer. Der wohnte weit weg von hier in einem riesigen Land. Darin gab es riesige Wälder und noch größere Seen. Die waren so tief, dass noch niemand an ihrer tiefsten Stelle gewesen sein konnte. Die Wälder waren so weit, dass noch niemand sie durchwandert haben konnte.
Es war ein unfassbar großes Land mit einem kleinen Zauberer mittendrin.
Sein Haus war ein uralter Baum, genauer gesagt, handelte es bei diesem um eine Eiche. Leider hatte der Blitz sie vor vielen Jahren getroffen. Darum konnte sie keine neuen Blätter mehr machen, denn der Blitz hatte nur noch ihren mächtigen Stamm da gelassen und ihre Seele mit sich fort genommen.
Das war traurig, doch andererseits war es auch ein Glück. Wo sonst hätte der Zauberer wohnen sollen? Die alte Eiche war sein Zuhause. Darin hatte er es sich gemütlich gemacht.
Die freundlichen Waldkobolde hatten ihm Möbel gebracht und das Loch in der Decke geschlossen. Dafür nahmen sie Moos und Äste und Federn und Lehm... alles was der Wald ihnen gab, damit es dem Zauberer nicht in die Stube regnen sollte.
Die Astlöcher dagegen waren seine Fenster. In der Nacht betrachtete der Zauberer so gerne die Sterne. Er liebte ihr sanftes, weißes Licht. Das leise Funkeln der Himmelslichter erschien ihm oft so, als würden sie mit ihm sprechen. Jede Nacht versuchte er sie alle zu zählen. Er gab ihnen Namen und sprach zu ihnen.
Doch so sehr er sich bemühte. Bevor der Morgen kam, war er so müde, dass er es nie schaffte sie wirklich alle zu zählen. Darum begann er seine Arbeit jeden Tag auf s Neue.
Nachdem er seine Hühner gefüttert hatte, legte er sich in sein kleines Bett und schlief bis in den Nachmittag hinein.
Wenn er erwachte, schaute er sich um. Niemand war da um mit ihm zu sprechen oder ihn in den Arm zu nehmen. Er war ja so furchtbar allein, dass er immer trauriger wurde.
Auch die Sterne konnten ihm keinen Trost mehr spenden.
Da ging er in den Wald hinein um mit den Tieren zu sprechen. Vielleicht wollte eines davon sein Freund sein. Doch die Tiere des Waldes hatten ihre eigenen Freunde unter ihresgleichen. Sie wollten keinen Fremden bei sich aufnehmen und lieber für sich sein.
Der Zauberer merkte das und schlich sich davon. Sein Hut hing ihm ganz schief über s Gesicht. Sein Bart war zottelig und ungepflegt. Seine blauen Augen blickten müde und sorgenvoll drein. Er ließ die Schultern hängen und schlurfte mit seinen spitzen goldenen Pantoffeln durch den Wald zurück zu seiner alten Eiche, die schon lange lange sehr lange nicht mehr neue Blätter hervor bringen konnte, weil der Blitz ihre Seele mit sich fortgetragen hatte.
So ging ein Jahr zuende und ein neues begann.
Nacht für Nacht zählte der Zauberer die Sterne, denn er konnte nicht schlafen und was hätte er sonst tun sollen?
Tag für Tag schlief der Zauberer in seinem Bett, während draußen das Leben weiter ging.
Es war eine Tragödie.
Dann kam der Tag, an dem er nicht mehr leben wollte. Er aß nicht mehr. Er trank nicht mehr. Er kämmte seine langen Haare nicht mehr und er wusch nicht mehr sein Gesicht. Der Blitz sollte ihn treffen und seine Seele mitnehmen so wie er es bei der alten Eiche getan hatte. Doch leider war das Wetter schön.
So musste er weiter leben, denn seinem Schicksal kann man nicht entkommen.

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